Kurzbeschreibungen der Einzelprojekte

 

Kurzbeschreibungen der Einzelprojekte

Die Antragsreife aller Einzelprojekte hängt im Wesentlichen von folgenden Faktoren ab:

  • Genehmigungsfähigkeit, also mindestens eine positive Inaussichtstellung einer baurechtlichen Genehmigung
  • Das Vorhandensein eines geeigneten Grundstücks
  • Finanzierung des späteren laufenden Betriebs

Diese drei Faktoren, die kumulativ zu erfüllen sind, wurden zum Antragsstichtag 1. November 2021 von folgenden 12 Einzelprojekten erfüllt, für die die Einzelanträge beim Bund eingereicht werden konnten:

Billstedt

Sportanlage Öjendorfer Weg

Mit dem Ausbau der Nutzungskapazitäten der Sportanlage soll dem geplanten Wohnungsbauvorhaben „Gartenstadt Öjendorf“ mit dem damit verbundenen Bevölkerungsanstieg Rechnung getragen und die Versorgung mit einer bedarfsgerechten Sportinfrastruktur verbessert werden. Die auf der Sportanlage vorhandenen Gebäudesolitäre sollen saniert und zusammengefasst werden und zudem durch ein neues Multifunktionsgebäude für stadtteilbezogene Nutzungen ergänzt werden. Weiter sind die Qualifizierung des Großspielfeldes sowie der Neubau eines überdachten Kleinspielfeldes geplant. Durch die umfassende Qualifizierung und Erweiterung der Sportanlage sollen sportliche, schulische und soziale Belange miteinander verknüpft werden und ein attraktiver Begegnungsort entstehen.
Der auf der Sportanlage ansässige Verein SC Vorwärts-Wacker 04 wird als wichtiger Akteur vor Ort bei der Planung eng eingebunden.
Für den laufenden Betrieb und die Bewirtschaftung des neuen Multifunktionsgebäudes wird Anfang 2022 ein Interessenbekundungsverfahren ausgelobt, in welchem sich Sportvereine und andere Sozialraumakteure hierfür bewerben können.

Sportanlage Kandinskyallee

Die Sportanlage Kandinskyallee soll modernisiert und ausgebaut werden. Durch die Qualifizierung von zwei Großspielfeldern und eine multifunktionelle Ausrichtung der Freiflächen insgesamt sollen die vorhandenen Sport- und Bewegungsflächen für Akteure, Institutionen, Vereine und Schulen im Sozialraum attraktiv gestaltet und so eine bedarfsgerechte Sportinfrastruktur langfristig gesichert werden. Weiterhin soll die Anlage um ein Multifunktionsgebäude ergänzt werden, in dem sportliche und soziale Angebote von verschiedenen Trägern eine Heimat finden.
Für den Betrieb des geplanten Multifunktionsgebäudes wird Anfang 2022 ein Interessenbekundungsverfahren ausgelobt, in dessen Rahmen sich neben Sportvereinen auch alle anderen Sozialraumakteure bewerben können.

Soziales Zentrum Sonnenland

Das „Sonnenland“ ist eine Großwohnsiedlung mit einer eigenen Identität. Es gibt eine junge Elternschaft mit einem hohen Anteil an Alleinerziehenden. Die vorhandenen Räumlichkeiten, in denen soziale Angebote stattfinden, sind nicht mehr zukunftsfähig.
Am Rande des Geländes der Grundschule Glinder Au soll ein neues und klimafreundliches Gebäude als zentrale Anlaufstelle und Begegnungsort für alle Bewohnerinnen und Bewohner des Sonnenlands entstehen, in dem unter einem Dach bedarfsgerecht soziale und kulturelle Angebote gebündelt werden. Das Gebäude soll Raum und Platz für vielfältige Beratungs-, Gruppen-, Kultur- und Freizeitangebote bieten und als generationsübergreifender Treffpunkt für die Bewohnerinnen und Bewohner des Sonnenlandes aller Altersgruppen dienen. Ein Teil der Räumlichkeiten soll multifunktional genutzt werden, um Synergieeffekte zu begünstigen.
Zudem ist die Integration einer Kita angedacht, die nach dem Programm „Kitas an Schulstandorten“ an diesem Standort vorgesehen ist. Der Bedarf hierfür wird von allen gesehen.
Für die Realisierung des Vorhabens ist der Neubau einer modifizierten Variante des Hamburger Klassenhauses angedacht.

Quartiers- und Vereinssportzentrum am Schöfferstieg

Das Vereinsgelände des TV Gut Heil Billstedt von 1898 e.V. soll zu einem ausgebauten Begegnungsort werden, in dem Räume und Flächen für vereinsgebundene und niedrigschwellige, vereinsungebundene soziale Angebote und Bewegungsangebote entstehen, die allen Menschen im Stadtteil auch ohne Vereinsmitgliedschaft offen stehen. Insbesondere sind Angebote für Seniorinnen und Senioren vorgesehen.
Hierzu ist die Sanierung und Erweiterung der Bestandshalle vorgesehen.
Im Außenraum sollen der benachbarte Spielplatz sowie der Bolzplatz in die Neustrukturierung des Geländes eingebunden werden, wodurch ein attraktives und neues Sport- und Bewegungsumfeld geschaffen wird.

Hamm

Haus der Jugend Hammer Park

Der Hammer Park ist eine denkmalgeschützte Parkanlage und der zentrale Naherholungs- und Freizeitort im Quartier. Durch die Innenentwicklung im Quartier und den Zuwachs der Bevölkerung nimmt der Druck auf die Parkanlage zu. Das Projekt soll dazu beitragen, eine Balance zwischen den Erholungs- und Freizeitbedarfen der Bevölkerung und den Belangen der Grünanlage herzustellen.
Das Haus soll durch eine entsprechende Gestaltung des Außenraums zum Hammer Park geöffnet und ein Bezug zur Parkanlage hergestellt werden. Zudem soll der Anteil der versiegelten Flächen reduziert werden.
Mit dem Vorhaben soll ein modernes, multifunktionales Gebäude mit modernen Sport- und Freizeitflächen (Multifunktionsflächen) im Außenraum entstehen, in dem soziale und sportliche Angebote räumlich gebündelt werden. Ziel ist, allen Bewohnerinnen und Bewohnern im Quartier dauerhaft eine interkulturelle Lern- und Begegnungsstätte zur Verfügung zu stellen.
Die Angebotsstruktur soll an die aktuellen Bedarfe im Sozialraum angepasst und die Bandbreite der Nutzerinnen und Nutzer erweitert werden. Zusätzlich zur offenen Kinder- und Jugendarbeit soll das Haus zukünftig auch Angebote für junge Familien mit kleinen Kindern bereithalten. Um das generationenübergreifende Miteinander zu verbessern, sollen die (Bewegungs-)Angebote des sich ebenfalls im Park befindlichen Seniorentreffs in das Gebäude und die angrenzenden Außenflächen integriert und so ein fester Bestandteil der Angebotsstruktur werden. So kann ein „Begegnungsort für alle“ entstehen.

Quartierssportzentrum Am Aschberg

Im Zuge des Wohnungsbauvorhabens „Osterbrookhöfe“ im südlichen Hamm mit rd. 800 neuen Wohneinheiten, soll auf der Fläche des bisherigen Freibads Aschberg ein modernes Quartierssportzentrum entstehen. Dieses soll ein attraktiver Begegnungsort für die alten und neuen Bewohnerinnen und Bewohner des Quartiers werden und ein vielseitiges Angebot für Sport, Bewegung, Freizeit und Soziales beinhalten.
Hauptnutzungen sind ein ganzjährig geöffnetes Quartiersbad mit Außenbereich, Wasserspielplatz und eine Fassade, die sich öffnen lässt; der Jugendtreff, Sportfunktionsräume für die benachbarten Sportplätze, eine Einfeldsporthalle und das Vereinsheim des FC Hamm 02. Weiterhin soll es mit dem Foyer sowie Sport- und Freizeitflächen auf dem Dach öffentlich zugängliche Bereiche geben. Auch eine Quartiersgarage, sog. Mobility Hub, mit PKW und Fahrradstellplätzen in Kombination mit CarSharing Angeboten ist vorgesehen. Eine Bewegungskita mit rd. 130 Plätzen solle ebenfalls in das Gebäude einziehen.
Vorgesehen ist der Bau eines modernen und einladenden zwei- bis dreigeschossigen Gebäudes. Vom Herbst 2020 bis Frühjahr 2021 hat ein hochbauliches Workshopverfahren stattgefunden, um Entwürfe für das Gebäude und die Außenanlagen zu erhalten. Grundlage für die weiteren Planungen ist der Siegerentwurf von Behnisch Architekten.

Hammerbrook

Sport und Bewegungsraum im Park am Hochwasserbassin

Mit dem Projekt soll entlang des Hochwasserbassins zwischen dem Berliner Bogen und dem Bullderdeich eine durchgehende grüne Wegeverbindung entstehen, die für Rad- und Fußverkehr sowie zur sportlichen Betätigung ausgerichtet ist. Auch sollen Zugänge zum Wasser geschaffen werden, die bisher kaum vorhanden sind. Der Park am Hochwasserbassin soll dadurch als Grünanlage sichtbarer werden und ein attraktiver Freizeit- und Erholungsort für die Menschen entstehen, die in Hammerbrook wohnen, arbeiten oder in der Freizeit engagiert sind. Um die Bedarfe der zahlreichen unterschiedlichen Akteure vor Ort zu berücksichtigen, wird in 2022 ein Beteiligungsverfahren stattfinden. Um gute Ideen für die Gestaltung der Flächen entlang des Hochwasserbassins zu erhalten wird in 2022 ein freiraumplanerischer Wettbewerb durchgeführt.

Horn

Dock 41

Das bisherige Spielhaus Horner Rennbahn befindet sich auf dem Gelände der Horner Galopprennbahn und weist erheblichen Sanierungsbedarf auf. Durch das Vorhaben zur Entwicklung der Doppelrennbahn ist ein Verbleib am jetzigen Standort mittelfristig nicht möglich. Mit dem „Dock 33“ soll am Tribünenweg ein gut erreichbares, zukunftsfähiges Quartierszentrum für Familien im Sozialraum Horn-West entstehen.
Das bisher im Spielhaus Horner Rennbahn umgesetzte Konzept der Kinder-, Jugend- und Familienarbeit soll im neuen Quartierszentrum fortgesetzt werden. Darüber hinaus soll das Angebot in Kooperation mit dem Sportverein Horn/Hamm TV (HHTV), der Bücherhalle Horn sowie der Grund- und Stadtteilschule Horn, weiterentwickelt und ausgebaut werden, um die soziale Infrastruktur den aktuellen und zukünftigen Bedarfen vor Ort entsprechend anzupassen und langfristig zu sichern. Das Multifunktionsgebäude wird zudem eine Dienstelle des Allgemeinen Sozialen Dienstes aufnehmen und somit zur Dezentralisierung der Beratungs- und Hilfsangebote im Bezirk Hamburg-Mitte beitragen.
Realisierungsträger wird GMH Gebäudemanagement Hamburg sein.

Horner Aufschwung

Mit dem Projekt „Horner Aufschwung“ soll am Querkamp in unmittelbarer Nachbarschaft der Brüder-Grimm-Schule ein Zentrum für Soziales und Bewegung auf der Horner Geest entstehen. Die Projektidee ist aus dem Beteiligungsverfahren „Mitte machen Horn“ hervorgegangen. Durch das Neubauvorhaben werden vier soziale Einrichtungen, die sich baulich in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand befinden, aufgegeben und die jeweiligen Angebote an einem zentralen Standort gebündelt. Dadurch entsteht ein einladender zentraler Begegnungsort in einem neuen, nachhaltig gebauten Gebäude mit entsprechend gestalteten Außenflächen.
Das neue Zentrum trägt zur langfristigen Sicherung der sozialen Infrastruktur auf der Horner Geest bei. Die Angebotsstruktur wird durch die räumliche Nähe bedarfsgerecht optimiert. Drinnen und draußen werden verschiedene Angebote für Soziales und Freizeit sowie für Sport und Bewegung für Jugendliche, Kinder und Eltern zusammengeführt. Zwischen Schule und Bolzplatz werden Angebote der offenen Kinder- und Jugendarbeit sowie der Beratung und Schulung von Eltern gebündelt.
Projektpartner sind die Elternschule Horner Geest, das Jugendzentrum Horner Geest, das Haus der Jugend Manshardtstraße und das Spielhaus Speckenreye in Kooperation mit der benachbarten Brüder-Grimm-Schule.

Sportanlage Snitgerreihe

Das Projekt umfasst sowohl die bezirkliche Sportstätte als auch den Schulhof der Stadtteilschule Horn. Insgesamt soll ein Schul-, Sport- und Bewegungscampus entstehen, der allen Anwohnerinnen und Anwohnern offen steht.
Ziel ist es, multifunktionale Flächen zu entwickeln, die dem Sozialraum und der Schule zu Gute kommen. Dafür wird die Sportfreianlage modernisiert und um ein neues Sportfunktionsgebäude, eine multifunktionale Bewegungsfläche und Bewegungsinseln auf dem Schulhof ergänzt.
Die auf dem Grundstück der Stadtteilschule Horn stehende bezirkliche Inklusionshalle wird durch eine barrierefreie Wegeverbindung mit dem Sportplatz verbunden. Durch Außensitzbereiche wird die Aufenthaltsqualität in der Pause für die Schülerinnen und Schüler, aber auch für Besucherinnen und Besucher bei (Sport-)Veranstaltungen gesteigert. Eine Calisthenics-Anlage sowie eine Boulderwand am Sportfunktionsgebäude komplettieren das Bewegungsangebot vor Ort. Weiterhin wird eine innovative örtliche Regenwasserversickerung unter der Sportanlage eingebaut.
Im geplanten Neubau eines weiteren Multifunktionsgebäudes sollen soziale und Bewegungsangebote unter einem Dach gebündelt werden. Für den Betrieb eines geplanten Multifunktionsgebäudes wird Anfang 2022 ein Interessenbekundungsverfahren ausgelobt, in dessen Rahmen sich neben Sportvereinen auch alle anderen Sozialraumakteure bewerben können.

Rothenburgsort

Wassersportzentrum Kaltehofe

Auf der Elbinsel Kaltehofe soll auf dem Vereinsgelände des Wassersportverein „Elbe“ e.V. ein modernes Wassersportzentrums entstehen. Neben dem Ausbau und einer zeitgemäßen Modernisierung der Bootshallen sind multifunktionale Räume für die Nutzung durch Stadtteilakteure vorgesehen. Der Verein wird mit verschiedenen vor Ort und in der näheren Umgebung zusammenarbeiten um niedrigschwellige wasseraffine und wassersportliche Angebote für den Stadtteil anzubieten. Die Gebäude des Wassersportzentrums werden barrierefrei, die Steganlagen barrierearm ausgebaut.

Stadtteilübergreifend

Innovative Herrichtung von Bolzplätzen

Bolzplätze sind Treffpunkte im Quartier.  Vor allem Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene nutzen sie in der Freizeit für Sport und Bewegung. Bolzplätze können jederzeit und unabhängig von der Mitgliedschaft in einem Verein genutzt werden. Einige sind allerdings in einem schlechten Zustand. Zwölf Bolzplätze im Modellgebiet sollen wieder zu attraktiven Freizeitorten werden. Kriterien für die Auswahl waren „Zustand des Platzes“, „Nutzungsintensität“ und „Bedarf im Sozialraum“.
Es sollen nachhaltige Baustoffe zum Einsatz kommen, die Plätze für mehr als eine Sportart ausgerichtet werden (multifunktionale Nutzung) und - wenn vorhanden – die Nebenflächen mitberücksichtigt werden. Dort können beispielsweise Jugendbänke, Outdoor-Fitnessgeräte und Tischtennisplatten aufgestellt werden. Die Plätze werden nacheinander hergerichtet.
Für jeden Platz findet ein Beteiligungsverfahren statt, um die Anregungen der Nutzerinnen und Nutzer vor Ort zu erfahren und berücksichtigen zu können. Für die Plätze „Querkamp“ (Horn), Schiffbecker Moor (Billstedt), Harvighorster Redder (Billstedt) und Eitzensweg (Hamm) haben diese in 2021 stattgefunden.   Für die Plätze Schöfferstieg (Billstedt) Schleemer Weg, (Billstedt) Pröbensweg (Hamm) und Horner Moor (Horn) sind Beteiligungsveranstaltungen in 2002 vorgesehen. 

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